Wie man mit einem Design Sprint zu einer schnellen Lösung kommt

Agile & Scrum

Design Sprint ist eine Design Thinking Methode aus der agilen Arbeitswelt, um komplexe Problemstellungen in kürzester Zeit zu lösen.

Die Begriffsdefinition

Der Design Sprint ist eine spezielle Vorgehensweise zur Lösung von Problemstellungen, bei der ein Team fokussiert und unter strikter Zeitvorgabe mit einer Vielzahl von Tools arbeitet. (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon).

Der Ablauf eines Design Sprint

Die einzelnen Schritte eines Design Sprint sind in der folgenden Abbildung dargestellt:

1. Zuerst verschafft sich das Team ein einheitliches Verständnis zur Zielstellung des Design Sprint. Dabei definiert man den Zielzustand und entwickelt somit das konkrete Ziel.

2. Anschließend werden Ideen gesammelt. Hierbei kommen verschiedene Kreativitätstechniken zur Anwendung. Ideen werden möglichst visuell festgehalten und eine Lösungsskizze wird erarbeitet.

3. Alle Ideen werden in einem Story Board übersichtlich geordnet. Anschließend werden Lösungsansätze im Team diskutiert. Auch hier kommen verschiedene Methoden aus der agilen Tool-Box zur Anwendung.

4. Nachdem die Entscheidung für eine oder auch zwei Lösungen gefallen ist, wird ein Prototyp erstellt. Das kann eine PowerPoint-Präsentation sein, ein haptisch erarbeitetes Board oder aber ein Click-Dummy. Das Team entscheidet über einen geeigneten Prototyp.

5. Zu guter Letzt wird der Prototyp den Kunden vorgeführt und ein Interview mit dem Kunden schließt sich an. Ein Leitfaden hilft dabei das Kunden-Feedback strukturiert aufzunehmen und anschließend auszuwerten.

Ein klassischer Design Sprint wird in 5 aufeinanderfolgenden Arbeitstagen durchgeführt. Wie so vieles in der agilen Arbeitswelt ist aber auch dies kein Dogma. So ist es auch möglich unter Anwendung bestimmter Modifikationen alle 5 Phasen in zwei Arbeitstagen zu absolvieren.

Die Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Design Sprint

Es gibt eine Reihe von Erfolgsfaktoren, die über einen erfolgreichen Design Sprint entscheiden.

  • Die Definition der Teilnehmer ist ein wichtiger Punkt. Das Ungewöhnliche hierbei ist, dass das Team nicht zu homogen zusammengesetzt sein sollte. Heterogenität und Interdisziplinarität sind dagegen gewünscht und stellen sicher, dass möglichst viele und unterschiedliche Lösungsvarianten zusammengetragen und diskutiert werden. Auch soll ein „Gruppendenken“ vermieden werden. Das behindert die gewünschte Kreativität. Individuelle Gedanken werden hingegen gefördert und festgehalten.
  • Ein Design Sprint sollte nicht auf mehrere Wochen aufgeteilt werden. Der Fokus soll konsequent auf das zu lösende Problem gerichtet werden, bis eine Lösung vorliegt.
  • Der letzte Erfolgsfaktor ist einer der Wichtigsten. Der Moderator sollte ein erfahrener Experte mit genauen Kenntnissen der zum Einsatz kommenden agilen Tools und Methoden sein.

Der konkrete Nutzen

In nur fünf Tagen ist man mit dieser Methode in der Lage, eine konkrete Lösung zu erarbeiten, die sofort umgesetzt werden kann. Die Probleme der fehlenden Ansprechpartner und endlosen Diskussionen um Prozesse und Abläufe werden mit einem Design Sprint schnell und elegant gelöst.

Fazit

Mit einem Design Sprint spart man zahllose Iterationen auf dem Weg zu einer Lösungsfindung oder Anforderungsdefinition ein und erreicht schnell das gewünschte Ziel.

Es freut mich, wenn ich ihr Interesse und ihre Neugier für dieses Thema geweckt habe.

Haben Sie sich bereits mit dem Thema beschäftigt, dann stehe ich für einen Austausch gerne zur Verfügung. >> Zur Kontaktanfrage

Mario Hering Autor

Als erfahrener Senior Consultant war Mario Hering bei zahlreichen großen und angesehenen Unternehmen meist langjährig im Einsatz. Seine Sporen verdiente er sich im klassischen Projektmanagement, wobei er sehr früh das Potential von agilen Arbeitsmethoden erkannt hatte. Inzwischen ist er als Agile Coach und Scrum Master bei unseren Kunden tätig und treibt Agilität in den Unternehmen zielstrebig und konsequent voran.

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